Bürgerinitiative Straßenausbau Reckenfeld in der Presse
Straßenausbau: Kommt die "totale Erneuerung"?

RECKENFELD Groß war das Interesse der Reckenfelder an der jüngsten Bezirksausschutzsitzung. Der Grund: Mal wieder ging es um die Mängel und deren Behebung beim Straßenausbau im Block C.
„Sachstandsbericht Mängelgutachten Straßenbau Block C“ hieß es in der Tagesordnung der Sitzung. Den Einstieg hierzu lieferte Wolfgang Klaus schon zu Beginn der Sitzung, der darauf hinwies, dass die BI zwar an den Planungen, nicht aber an der Baumaßnahme beteiligt war. Auch wies er auf die „offenen, sehr intensiven und von gegenseitigem Vertrauen getragenen“ Gespräche mit der Verwaltung hin.
"Gebrauchsfähig"
Dennoch bemängelte Klaus das Qualitätsurteil der Baumaßnahme „Gebrauchsfähig“ als eindeutig zu wenig für eine immerhin neue Straße. „Sie würden auch kein neues Auto kaufen, von dem gesagt wird, es sei gebrauchsfähig. Aus Sicht der BI sind zwei Mängel entscheidend für die Beurteilung der Baumaßnahme“, so Klaus. Die oberen zwölf Zentimeter der Straße und die Fugenfüllung entsprächen nicht den Qualitätsanforderungen.
Darauf antwortete Alois Wilpsbäumer unter Berufung auf den vorliegenden Sachstandsbericht und den Entwurf des Gutachtens über die Straßenbauqualität. Festgestellt wurde, dass es zwischen Vorgaben und Ausführungen Abweichungen gibt. Wilpsbäumer hob dabei mangelhaftes Baumaterial sowohl bei der Unterfütterung der Bepflasterung als auch bei der Verfugung hervor. Die ausführende Firma Büscher wurde bei einer erneuten Ortsbegehung eindringlich zur Mangelbehebung aufgefordert. Zudem wurde die Prüfung der Belastbarkeit unsachgemäß mit einem elektrischen Rüttler ausgeführt, die die Mängel noch verstärkt hat.
Erneuerung
Wilpsbäumer zeigte anschließend die Konsequenzen auf, die sich aus dem Sachstand ergeben. „Da haben wir die Möglichkeit der Wandlung, sprich totale Erneuerung, der Nachbesserung oder Minderung. Wandlung fällt hier wohl aus, da es eine mögliche Pleite des Unternehmens zur Folge haben würde“, so Wilpsbäumer. Nachbesserung würde bedeuten, dass die Firma regelmäßig Ausbesserungsarbeiten durchführen müsste.
Dazu wäre es nach Forderung der Verwaltung eine Gewährleistungsverlängerung von fünf auf acht Jahre erforderlich. So lautet auch das Angebot der Baufirma. Eine Nachbesserung zieht einen Nachlass nach sich, der sich auf möglicherweise insgesamt 20 000 Euro beläuft, die dann auf die Betroffenen umgelegt werden. Da noch weiter Proben analysiert werden müssen, stehen letzte Verhandlungen aus. Die Vorlage wurde angenommen.
VON PETER BÖHME
Grevener Zeitung - 27.01.12
Gutachten zum Ausbau in Block C vorgestellt / Längere Gewährleistung und Preisminderung

Reckenfeld - Die neu ausgebauten Straßen im Block C sind keineswegs neuwertig, sondern von Mängeln geprägt. Das geht aus einem Gutachten hervor. Die Verwaltung stuft die Mängel allerdings nicht als gravierend ein, einer Abnahme der Straßen stehe daher nichts entgegen.
Ausgestanden? Noch lange nicht. Die Debatten über den Straßenausbau im Blcok C – sie halten an. Denn zahlreiche Anwohner sind mit der Qualität der neuen Straßen unzufrieden. Durchaus zu recht, wie nun ein Gutachten belegt. Dieses wurde am Mittwoch im Bezirksausschuss vorgestellt.
Mängel: ja. Aber sie sind nicht so gravierend, dass ein kompletter Neubau der Straßen erforderlich sei – so argumentierte Aloys Wilpsbäumer, in der Stadtverwaltung zuständig für die städtische Infrastruktur. Er bestritt zudem jede Verantwortung der Stadt für die Baumängel.
Im Kern geht es vor allem um verbauten Schotter, der einen zu großen Feinkornanteil enthält, was bei Nässe zu einer geringeren Standfestigkeit des Unterbaus führen kann. Dies ist laut Gutachten der Grund für Verformungen der Oberfläche und Kantenabplatzungen der Pflastersteine. Hinzu kommt eine nicht korrekt ausgeführte Verfugung der Pflasterstraßen. „Die Mängel werden nicht bestritten. Der Ausbaustandard ist nicht optimal“, sagte Wilpsbäumer.
Um die Unebenheiten auszugleichen hatten sich Stadt und die ausführende Firma Büscher darauf verständigt, im Rahmen eines kurzen Tests zu versuchen, ob man die Dellen mit einer Rüttelwalze begradigen kann. „Der Sanierungsversuch mit einer Rüttelwalze entspricht nicht den anerkannten Regeln der Technik. Der Sanierungsversuch ist mangelhaft und hat die negativen Auswirkungen der Baustoffe im Bettungs- und Fugenbereich verstärkt“, heißt es dazu im Gutachten. Obwohl die Stadt als Auftraggeber die Firma nach dem Test aufgefordert hat, „das zu unterlassen, ist es fortgeführt worden“, fasste Wilpsbäumer zusammen.
Doch wie soll man auf diese Mängel reagieren? Sollte man Büscher per Gerichtsverfahren dazu zwingen, die gesamten Straßen komplett neu zu machen, bedeute dies den Ruin des mittelständischen Unternehmens, prognostizierte Wilpsbäumer. Daher plädierte die Stadt für Nachbesserung (teilweise schon geschehen), für eine Ausweitung der Gewährleistungsfrist von fünf auf acht Jahre und auf eine Minderung des Gesamtpreises, was wiederum an die Anliegern in Form geringerer Beitragszahlungen weitergeben werden soll. Ob die Straßen abnahmefähig seien? „Ja, mit Abstrichen“, sagt Wilpsbäumer. Die Straßen im Block C seien als gebrauchsfähig einzustufen.
Ernst Reiling (Reckenfeld direkt) forderte – letztlich erfolglos – eine Bürgerversammlung, in der die Anwohner entscheiden sollen, wie es weiter geht. „Wir müssen zu einem fairen Umgang mit den Leuten kommen, denen die Straße gehört.“ Die festgestellten „gravierenden Mängel“ hätten die Anwohner lange moniert, ohne dass dies von der Stadt ernst genommen worden sei.
Ob man aus den Fehlern gelernt habe? „Ich habe da Bauchschmerzen, wenn ich die Nachbesserungen sehe“, kritisierte Bernhard Sebastian (Grüne).
Ob denn die Firma Büscher weiter Aufträge der Stadt erhalte, wollte ein Ausschussmitglied wissen. „Es gibt keinen Grund, die Firma auszugrenzen“, sagte Wilpsbäumer. Dagegen sprächen schon rechtliche Vergabevorschriften. Der Ausschuss beschloss am Ende mehrheitlich, das von der Verwaltung vorgeschlagene Verfahren mitzutragen. Jedoch will die Politik vor einer Einigung mit Büscher nochmals ihr Votum abgegeben. „Wir müssen entscheiden dürfen, oh wir Pest oder Cholera haben wollen“, fasste Georg Langemeyer (SPD) das Dilemma zusammen.
VON OLIVER HENGST
Westfälische Nachrichten - 26.01.12
Das Problem mit dem Wasser
Reckenfeld. Wenn es um den Straßenausbau in den Blöcken C und D geht, versteht der Reckenfelder an sich, und der betroffene Anwohnber im speziellen, keinen Spaß. Monatelang wurde in den Ausschüssen und im Grevener Rat diskutiert, verhandelt und auch geschimpft. Es ging um Notwendigkeit, Ausführung, Kostenverteilung und vieles mehr. Seit vier Wochen haben nun die Bagger die Regie übernommen. Es werden Fakten geschaffen. Und doch lässt das Thema die Reckenfelder nicht ruhen. Nur das es jetzt nicht um Straßenbreite, Pflasterung und Preise geht – jetzt erhitzt die Sache mit dem Wasser die Gemüter.
Wie Dietmar Beinker vom Bau- und Entsorgungsbetrieb (BEG) in der Sitzung am Dienstag in seinem Vortrag noch einmal deutlich machte, hat Reckenfeld ein gehöriges Problem mit dem nassen Element. Doch entgegen der Befürchtungen vieler Anwohner werde das Schließen der Gräben nicht zu einer Verschlechterung der Situation führen. „Im Gegenteil, was wir dort für Sie bauen, ist in jedem Fall eine Verbesserung“, so Beinker.
Mit zahlreichen Zeichnungen und Statistiken belegte er, dass die zurzeit noch vorhandenen Gräben keine signifikante Entwässerungsfunktion mehr ausüben. „Dafür ist der größte Teil der Gräben viel zu flach.“ Außerdem, so Beinker, habe man das Problem eines kaum vorhandenen Gefälles. „In diesen Gräben fließt kein Wasser, es steht dort nur.“
Um zumindest für die unmittelbar angrenzenden Grundstücke durch einen offenen Graben eine Entwässerung zu erreichen, bräuchte man einen Grabentiefe von mindestens 1,75 Meter. Solch ein Graben hätte allerdings dann an der Oberfläche einen Querschnitt von sechs Metern. „Und dafür fehlt der Platz, es sei denn wir reißen ein paar Häuser ab“, brachte es Aloys Wilpsbäumer, Leiter des BEG, pointiert auf den Punkt.
Ein weiteres Problem, mit dem die Fachleute in Reckenfeld zu kämpfen haben, sei die Einleitung von Fremdwasser in den Schmutzwasserkanal. „Das sind im Jahr 80 000 Kubikmeter, die unrechtmäßig aus Grundstücksdrainagen eingeleitet werden und so in unserer Kläranlage landen“, so Wilpsbäumer. Dort verursachen sie zum einen Kosten – die Reinigung eines Kubikmeters kostet 1,15 Euro – zum anderen verdünnen sie das Schmutzwasser und erschweren so den Bakterien in der Kläranlage ihre Arbeit. „Im Zuge des Ausbaus wird dieses Wasser endlich da landen, wo es auch hingehört. “
Während die Ausführungen der Verwaltung bei den Ausschussmitgliedern weitesgehend positiv aufgenommen wurden, meldeten sich bei der anschließenden Fragestunde etliche Anwohner, die ihre Zweifel deutlich machten. Geologe Arthur Wilbers hatte vor allem technische Nachfragen, die die Stadt schriftlich beantworten wollte. Wolfgang Klaus wollte wissen: „Wer haftet denn, wenn doch in Folge der Arbeiten Schäden durch eine Vernässung an den Gebäuden entstehen?“ Antwort der Verwaltung: „Eine Haftung durch die Gemeinde ist rein rechtlich ausgeschlossen.“
VON BEATE NIESSEN
Westfälische Nachrichten - 23.10.08
Schotterunterbau ist Auftakt für Straßenausbau in C und D

RECKENFELD
Es wird derzeit mit Hochdruck daran gearbeitet, dass der Schotterunterbau an der Emsstraße, zwischen dem Ruhrweg und der Grevener Landstraße, in diesem Jahr fertig wird. Damit wäre ein bedeutender Anfang für die geplanten Straßenausbau in den Blöcken C und D gemacht.
Seit Beginn der Arbeiten vor wenigen Wochen konzentriert sich der Ausbau auf einen der neuralgischen Punkte und zwar auf die Einmündung des Ruhrweges in die Emsstraße. Hier treffen sich die beiden Regenwasserkanäle aus dem Bereich der Moselstraße und dem Block C. Hier muss mit besonderer Vorsicht gearbeitet werden, um den vor drei Jahren erneuerten Kanal entlang des Ruhrweges nicht zu beschädigen.
Arbeiten sollen parallel verlaufen
Der Kanal wurde weitsichtig mit einem Rohrdurchmesser von 120 cm eingebaut, denn hierbei geht es nicht nur um Abwasser aus dem Bereich der Moselstraße, sondern zumindest auch noch aus dem z.Zt. im Bau befindlichen neuen Wohngebiet zwischen Moselstraße und Grevener Landstraße. Mit einer kleinen Zeitverschiebung wurde vor wenigen Tagen auch mit den Arbeiten an der Lennestraße begonnen. Geplant ist, dass die Arbeiten an der Emsstraße und der Lennestraße parallel verlaufen.
An der Lennestraße beginnt der Ausbau wie an der Emsstraße. Über den Ruhrweg sind beide Straßen mit dem Kanalsystem aus der Moselstraße miteinander verbunden. Von der Emsstraße wird das Regenwasser dann zum Moorweg und von dort zum Regenrückhaltebecken zwischen Marienfriedstraße und dem Matthias-Claudius-Haus geleitet. Wie an der Emsstraße ist auch der Schotterunterbau an der Lennestraße bis zur Grevener Landstraße für 2008 geplant.
Ausbau im Spätsommer 2009
Im kommenden Jahr geht es dann mit Vehemenz an den Ausbau der längeren Strecke der beiden Straßen, die etwa je 750 m lang sind. Der Ausbau beider Straßen wird für den Spätsommer 2009 erwartet. Es können also im neuen Jahr die Arbeiten an zwei weiteren Straßen im Wohngebiet C beginnen.
Von Roland Böckmann
Grevener Zeitung - 22.10.08
Der Bagger muss durchs Nadelöhr
Reckenfeld. Wenn sie schon mal da unten sind, stopfen sie auch gleich ein paar Löcher im alten Kanalsystem. Seit zwei Wochen dauern die Bauarbeiten auf der Emsstraße an, und das bedeutet vor allem, dass zunächst die für den Straßenausbau nötigen Kanalarbeiten zu erledigen sind. Ein neuralgischer Punkt liegt dabei an der Kreuzung Ruhrweg / Emsstraße. „Hier haben wir einen Schacht freigelegt, in dem die neue Kanalisation der Emsstraße an das bereits bestehende System unter dem Ruhrweg angeschlossen wird“, erklärt Aloys Wilpsbäumer vom städtischen Bau- und Entsorgungsbetrieb.
Der Ruhrweg dient dabei als Vorfluter für die Emsstraße. Für den Anschluss bedarf es allerdings einer baulichen Anpassung, „und das kostet eben ein bisschen Zeit“, so der Betriebsleiter. Als sinnvoll bezeichnet er, dass dabei gleich auch einige Ausbesserungen am alten Kanalsystem erledigt würden.
Der erste Bauabschnitt wird sich dann vom Ruhrweg in Richtung Grevener Landstraße entwickeln. Gleichzeitig wird westlich des Ruhrwegs die vorhandene Gasleitung umgelegt, weil sie in der künftigen Kanaltrasse liegt. Sobald die Kanalbaumaßnahmen abgeschlossen sind, geht es unmittelbar im Anschluss mit den Straßenbaumaßnahmen weiter. Bis Ende 2008 soll der Abschnitt zwischen Ruhrweg und Grevener Landstraße fertig sein – das heißt der Kanalbau abgeschlossen und die Straße als Baustraße mit Schotterschicht wieder befahrbar. Der Abschnitt westlich des Ruhrwegs wird im Jahr 2009 nach dem gleichen Prinzip ausgebaut.
Durch die geringe Straßenbrerueite kommt es während der gesamten Bauphase immer wieder zu Vollsperrungen in Teilbereichen der betroffenen Straßen. „Um dieses Problem kommen wir nicht hm, dafür ist es dort einfach zu eng“, erklärt Wilpsbäumer die Situation. „Zum Glück gibt es aber durch die zahlreichen Querverbindungen genügend Möglichkeiten für die Anwohner, dennoch mit dem Auto in die Siedlung zu kommen.“
Laut städtischer Planung sollen im September 2009 die Arbeiten an der Ems- und der Lennestraße inklusive der Bepflanzung und Begrünung abgeschlossen sein.
VON BEATE NIESSEN
Westfälische Nachrichten - 07.10.08
Straßenausbau wird günstiger als erwartet - Stadtverwaltung: Neue Kostenberechnung
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Westfälische Nachrichten - 25.09.08
In 14 Tagen kommt der Bagger
-pbe/pm- Reckenfeld. Jahrelang wurde darüber kontrovers diskutiert, jetzt geht es tatsächlich los. Das Kanalnetz und die Straßen im Block C werden saniert. In der 38. Kalenderwoche (15. bis 19. September) wird die Baustelle eingerichtet. Den Zuschlag für die Baumaßnahme hat die Firma Büscher aus Mettingen erhalten. Bei der Ausschreibung hatte die Stadtverwaltung die Oberflächenbefestigung alternativ mit Asphalt oder Pflaster ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielt ein Angebot mit einer Pflaster-Lösung, da es günstiger war.
Der vorhandene Kanal im Ruhrweg ist die Vorflut, an die das neue Entwässerungssystem angeschlossen wird. Daher wird sich die Baustelle vom Ruhrweg aus entwickeln. An Emsstraße und Lennestraße soll zeitgleich gearbeitetwerden, um einen zügigen Bauablauf zu gewährleisten, teilte die Stadtverwaltung mit. Im ersten Bauabschnitt werden die Arbeiten vom Ruhrweg aus in Richtung Grevener Landstraße laufen. Zeitgleich wird westlich des Ruhrwegs eine Gasleitung als Vorbereitung für den Kanalbau umgelegt. Nach Verfüllen der Kanalbaugrube beginnen sofort die Straßenbauarbeiten.
„Ziel ist es bis Ende des Jahres auf dem Teilstück Ruhrweg Richtung Grevener Landstraße den Kanalbau abzuschließen und die Straße mit einer Schotterschicht zu versehen“, sagte Klaus Hoffstadt, Pressesprecher der Stadtverwaltung, auf WN-Anfrage.
Die Strecken westlich des Ruhrwegs werden im kommenden Jahr in gleicher Weise hergestellt. „Nach der derzeitigen Planung wird die Baumaßnahme im September 2009 mit der Bepflanzung und der Begrünung abgeschlossen“, sagte Hoffstadt.
Die Anlieger würden kurzfristig ein Informations-Schreiben mit weiteren Details erhalten. „Es ist vorgesehen ein Baubüro vor Ort einzurichten, weiterhin sind regelmäßige Baustellentermine geplant“, sagte Hoffstadt. Die Verwaltung werde alle Anlieger wegen der Kanalbauarbeiten einzeln ansprechen und Hilfe und Beratung anbieten.
In einer Pressemitteilung nimmt die Stadtverwaltung auch Stellung zu einem Leserbrief von Artur Wilbers. „Die Behauptung von Herrn Wilbers, im Block C seien 59 Prozent der Gräben nicht verrohrt, ist falsch“, heißt es darin. Richtig sei, dass der Anteil der bereits verrohrten Gräben 59,33 Prozent betrage.
Zudem habe die Stadtverwaltung eine ergänzende Stellungnahme der Roxeler Ingenieurgesellschaft GmbH zur Frage der Grundwasserabsenkung eingeholt. Diese Stellungnahme wurde vor allem im Interesse der Anlieger eingeholt, um noch einmal das mit der vollständigen Verrohrung der Gräben verbundene Risiko abschätzen zu können. „Ergebnis war, dass aufgrund der geplanten Kanal- und Straßenbaumaßnahmen nicht von einem erhöhten Risiko für Grundstücke oder Gebäude im Block C auszugehen ist.“
Westfälische Nachrichten - 03.09.08
Straßen- und Kanalausbau: Beratung für Bürger

RECKENFELD
Die Stadtverwaltung informiert in einer Pressemitteilung über den aktuellen Stand zum Thema Straßen- und Kanalbau im Block C.
Die Behauptung, die jetzt in Leserbriefen geäußert wurde, dass im Block C 59 Prozent der Gräben nicht verrohrt seien, ist falsch, erklärt die Stadt. Man beziehe sich in der Argumentation auf ein von der Stadt Greven in Auftrag gegebenes Gutachten, zitiere es aber falsch. Der Leserbriefschreiber habe offenbar übersehen, dass sich die von ihm genannten Zahlen auf das „Untersuchungsgebiet“ des Gutachtens beziehen. Untersuchungsgebiet war aber nicht ausschließlich der Block C, sondern eine erweiterte Fläche, zu der auch die Kanalstraße, die Moorstraße und eine Verlängerung der Marienfriedstraße gehörten. Betrachtet man nur die Straßen im Block C, so beträgt die Gesamtlänge der Gräben 3 892 Meter, von denen 2 309 Meter verrohrt sind. Somit beträgt der Anteil der bereits verrohrten Gräben 59,33% – also den von der Pressestelle zu Recht genannten gut 60 Prozent.
Zudem hat die Stadtverwaltung eine ergänzende Stellungnahme der Roxeler Ingenieurgesellschaft GmbH zur Frage der Grundwasserabsenkung eingeholt. Diese Stellungnahme wurde vor allem im Interesse der Anlieger eingeholt, um noch einmal das mit der vollständigen Verrohrung der Gräben verbundene Risiko abschätzen zu können. Ergebnis war, dass aufgrund der geplanten Kanal- und Straßenbaumaßnahmen nicht von einem erhöhten Risiko für die Grundstücke bzw. Gebäude im Block C auszugehen ist.
„Die Stadtverwaltung nimmt die Bedenken der Anlieger im Block C sehr ernst“, heißt es in der Pressemitteilung. Bürgermeister Peter Vennemeyer kündigte an, dass die Stadtverwaltung in Kürze ein Informationsschreiben an alle Anlieger verteilen werde, in dem die Baumaßnahme beschrieben und Ansprechpartner benannt werden. Die Verwaltung werde alle Anlieger wegen der Kanalbauarbeiten einzeln ansprechen und jedem Interessierten Hilfe und Beratung anbieten.
Der Auftrag für die Baumaßnahme wurde bereits erteilt. Das Ausschreibungsergebnis sei erfreulich gewesen. Es wird nach Einschätzung der Stadtverwaltung dazu führen, dass die von der Stadt Greven ermittelten Beiträge für die Grundstückseigentümer eingehalten, möglicherweise sogar unterschritten werden können. Bei der Ausschreibung habe die Stadtverwaltung gegenüber den Anliegern Wort gehalten und die Oberflächenbefestigung alternativ mit Asphalt oder Pflaster ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielt ein Angebot mit einer Pflaster-Lösung, da es günstiger war als eine asphaltierte Oberfläche.
Grevener Zeitung - 03.09.08
Ausbau der Blöcke ist beschlossene Sache
Reckenfeld. Irgendwann ist bei jedem Thema der Moment gekommen, wo alles gesagt ist, wo es nur noch zu entscheiden gilt. Beim Thema „Straßenausbau in den Blöcken C und D“ hat es gedauert, doch gestern Abend im Rat war er da. Gegen die Stimmen von ProG und Grünen wurde der Baubeschluss mehrheitlich wieder eingesetzt – nach den Plänen, die die Stadtverwaltung mit der ersten BI ausgearbeitet hatten.
Zuvor hatte es allerdings noch ein letztes Mal einen politischen Schlagabtausch unter den Fraktionen gegeben. Während für SPD und CDU nach den neuerlichen Gutachten alle Fragen beantwortet waren, sahen das zumindest einige Ratsmitglieder anders. Dr. Michael Kösters-Kraft stellte den Antrag, den Anwohnern von Ems- und Lennestraße den Baubeschluss einzeln zur Abstimmung vorzulegen – Basisdemokratie pur. Der Antrag fand allerdings keine Mehrheit.
Roland Post (ProG) beantragte vergeblich ein Rechtsgutachten, das sich mit dem Abrechnungsmodus befassen sollte. „Ein weiteres Gutachten kostet nur, hinterher wird sowieso geklagt“, lautete der wenig begeisterte Kommentar von Manfred Kleinmeyer (CDU).
Desillusioniert gab sich der fraktionslose Ernst Reiling in der Diskussion: „Echte Alternativen zu den vorliegenden Ausbauvarianten sind niemals wirklich gemacht oder geprüft worden. Aber die Mehrheit wird heute für den Beschluss stimmen. Das muss ich so annehmen.“
Wie geteilt offenbar die Meinung der betroffenen Anwohner nach wie vor ist, wurde gestern auch wieder einmal deutlich. Lauten Beifall gab es für beide Seiten.
VON BEATE NIESSEN
Westfälische Nachrichten - 08.05.08
Es wird gebaut

Die gemeinsame Sitzung der beiden Ausschüsse fand unter großem Zuschauerinteresse am Donnerstagabend im Ballenlager statt. (Foto: pbe)
Reckenfeld. Es wird gebaut. Nach jahrelanger Diskussion, die zuletzt in einem Streit zwischen zwei Bürgerinitiativen eskalierte, stimmten am Donnerstagabend die Mitglieder des Bauausschusses und des Bezirksausschusses Reckenfeld mit großer Mehrheit dafür, den bereits gefassten und dann wieder ausgesetzten Baubeschluss für die Straßen in den Blöcken C und D erneut zu fassen.
Die Stadtverwaltung hatte für die Sitzung extra das Ballenlager ausgesucht, um den zu erwartenden Massen an Anliegern genügend Platz bieten zu können. Rund 100 Zuschauer verfolgten dann auch die Sitzung, die relativ unspektakulär ablief.
Ausbau auf sieben Meter Breite mit zugeschütteten Gräben oder die kleinere Variante auf bestehendem Straßengelände mit 4,50 Meter Breite und unangetasteten Gräben – diesen Streit, der seit Monaten tobt, beendeten zwei Gutachter mit eindeutigen Stellungnahmen. „Die von der Stadtverwaltung vorgeschlagene Lösung ist regelkonformer, sicherer und wertet das Stadtbild auf“, sagte Professor Werner Brilon von der Uni Bochum. „Es wäre unsinnig, die schmalere Lösung weiter zu verfolgen.“
Professor Jürgen Gerlach von der Uni Wuppertal, räumte dem Minimal-Vorschlag der so genannten BI 2 allerdings auch Chancen ein. „Beide Varianten sind in unterschiedlichen Bereichen machbar, die schmale Variante aber nur auf kurzen Abschnitten“, erklärte er. Da müsse ein Kompromiss gefunden werden. Doch dann der Wermutstropfen für die Anlieger. „Ich gehe davon aus, dass man auch bei der schmaleren Ausbauvariante bei den Kosten auf keinen anderen Wert kommt.“ Sicherheitstechnisch sei die 4,50-Meter-Variante mit den offenen Gräben aber bedenklich.
Das parteilose Ausschussmitglied Ernst Reiling wollte trotz allem den Beschluss verschieben. „Es ist überhaupt nicht geklärt, wie sich geschlossene Gräben auf den Grundwasserpegel auswirken“, meinte er. „Es gibt schon genug feuchte Keller in Reckenfeld.“
Das Schließen der Gräben sei aber kein Problem, entgegnete Dietmar Beinker vom Bau- und Entsorgungsbetrieb. „Es sind sowieso nur noch 40 Prozent der Gräben in dem Bereich offen. Nach unserer Einschätzung stellt aber eine Verfüllung der Gräben kein Problem dar.“ Dazu werde auch demnächst noch ein Gutachten veröffentlicht. Und eben dessen Ergebnis wollte Reiling erst abgewartet wissen – vergeblich.
Am 7. Mai fasst der Rat dann voraussichtlich den endgültigen Baubeschluss.
Weitere Zitate und die beiden Gutachten im Internet unter www.westfaelische-nachrichten.de
VON PETER BECKMANN
Westfälische Nachrichten - 25.04.08
Politiker sagen „Ja“ zum Straßenausbau
Von Peter Henrichmann
RECKENFELD
Es wird gebaut. Die Lokalpolitiker aus dem Bau- und aus dem Bezirksausschuss Reckenfeld haben mit breiter Mehrheit zugestimmt. Es wird an den Plänen noch ein bisschen nachgebessert, dann werden die Straßen in C und D im Rat am Mittwoch, 7. Mai, endgültig abgesegnet. Im August kommen die Bagger.

Gutachter: Prof. Brilon (l.) mit Mitarbeiterin und Prof. Gerlach stehen auf Seiten der Ausbau-Befürworter. Elsbeth Schlick (FDP) und Helmut Röwemeier (SPD) auch.
Foto: Peter Henrichmann
Es war richtig fies kalt auf den unbequemen roten Holzstühlen in Grevens guter Stube, dem Ballenlager. Aber auch die beste Heizung hätte das frostige Klima zwischen Ausbau-Gegnern und Politik / Verwaltung nicht aufheizen können: Die Grundstimmung war aggressiv, menschlich kalt, abweisend. Harte Fronten, auf beiden Seiten.
Kein guter Anfang
Gleich zu Beginn der Sitzung wurden Fragen von Bürgern mit formalen Argumenten abgebügelt. Da wurde sehr fordernd gefragt und sehr konsequent gemauert. Kein guter Anfang.
Ideen der BI nicht umsetzbar
Für alle, die den Ausbau eher skeptisch sehen, wurde es in den kommenden zweieinhalb Stunden nicht besser: Zwei Gutachter (Prof. Brilon und Prof. Gerlach) machten sehr deutlich, dass viele von den Bürgern vorgetragene Ideen nicht umsetzbar sind, dass die vorliegenden Pläne der Stadt (pbh) machbar sind und dass es nicht billiger wird. Die Gutachter-Aussagen waren eindeutig.
Es wird nun, Prof. Gerlach regte es an, noch leichte Verbesserungen und Kompromisse beim Ausbau geben. Möglicherweise ist eine Vermischung von Tempo-30-Zone und verkehrsberuhigtem Bereich auf weiter hinten liegenden Straßenstücken auf kurzen Teilen machbar.
Straßen sind nicht verkehrssicher
Weiteres Ergebnis: Der Druck steigt! Nicht nur müssen dringend die Kanäle erneuert werden, die Gutachter haben auch auf die Gefahren hingewiesen, die von den jetzigen Straßen ausgehen. Sie sind gutachterlich festgestellt nicht verkehrssicher. Noch ein Argument für den Ausbau.
Politiker aller Fraktionen nutzen in der Sitzung die Chance, ihre sattsam bekannte Meinung vorzutragen. Deutlich wurde: Es gibt eine breite politische Mehrheit für den Ausbau der Straßen.
Grevener Zeitung - 25.04.08
Straßenausbau: "Es muss etwas passieren!"

Die Gräben sollen verschwinden, Parkplätze sollen entstehen und die Fahrbahn soll auf 5,5 Meter verbreitert werden. Baubeginn könnte in Block C schon im August 2008 sein.
Foto: Archiv
Von Peter Henrichmann
RECKENFELD
Es ist lange und viel diskutiert worden, es wurde gestritten, doch jetzt ist Schluss: „Für mich ist klar: Es muss jetzt passieren“, sagt Bürgermeister Peter Vennemeyer (SPD) zum Ausbau der Straßen in Block C und D. Der Technische Beigeordnete Dr. Rolf Leroy und der Kämmerer Wolfgang Beckermann sehen es genau so. Am Donnerstag wird sich zeigen, ob es dafür auch eine klare Mehrheit gibt unter Grevens Lokalpolitikern.
Grund für diese erneute und sehr deutliche Positionierung der Chefetage des Rathauses in dieser Sache ist, das inzwischen zwei Gutachten zum Straßenausbau auf dem Tisch liegen. In einem Pressegespräch erklärte der Bürgermeister am Mittwoch, dass die Frage nach einer günstigeren und sicheren Straßenbau-Lösung gibt, beantwortet ist: Es gibt sie nicht!
Der von der Stadtverwaltung vorgelegte Plan des Büros pbh ist laut Gutachten die „sinnvollste und sicherste Lösung“, erklärt Vennemeyer. Ein von der Bürgerinitiative vorgelegtes Konzept könnte nur mit erheblichen Änderungen umgesetzt werden. Und: „Die von der BI erhoffte Kostenersparnis gibt es nicht.“
Ein weiterer Pflock ist in Sachen Kosten eingerammt worden: „Wir müssen 90:10 abrechnen!“ Vennemeyer weiß ganz genau, dass diese Frage außerordentlich strittig ist, betont aber ein klares „Basta“: „Diese Frage muss nicht weiter diskutiert werden.“ Das hört sich ziemlich endgültig an, aber Vennemeyer versucht es durch ein Versprechen erträglicher zu machen: „Wo Härten auftreten, werden wir alles ermöglichen, um den Anliegern entgegen zu kommen. Keiner muss sein Haus verkaufen, um die Straßen zu bezahlen!“
Sparkasse und Volksbank tragen Verantwortung mit
Klar und deutlich ist auch der Hinweis, dass die Sparkasse und auch die Volksbank vor Ort ihrer Verantwortung als lokale und öffentliche Kreditinstitute Rechnung tragen werden. Sie wollen mit speziellen Kredit-Angeboten den Anliegern in Reckenfeld helfen.
Das ganze Thema Straßenausbau ist „mit hoher Emotionalität diskutiert worden, aber: „Wenn das jetzt nicht klappt, liegt diese Maßnahme für viele Jahre auf Eis.“ Der BM lässt keinen Zweifel daran, dass ein Kanalbau auf jeden Fall irgendwann sein muss, eine Finanzierung des Straßenbaus nur jetzt möglich ist.
Baubeginn in Block C schon 2008 möglich
Wenn jetzt politisch entschieden wird, ist ab August 2008 ein Ausbau der Emsstraße und der Lennestraße möglich. Abschnittsweise wird weiter gebaut, die Bauzeit in Block C (rund 4,3 Kilometer Straße) wird sich auf dreieinhalb Jahre belaufen. Die Gesamtkosten in C summieren sich auf 4,8 Mio. Euro (620 000 Euro für die Stadt; Rest Anlieger). Für den Block D ist der Ausbau ab 2011 möglich. Hier sind drei Mio. Euro Kosten zu erwarten. In beiden Blöcken liegen rund 780 Grundstücke.
„Ich weiß, dass ein Großteil der Anlieger den Ausbau will“, sagt Bürgermeister Vennemeyer. „Die Zeit ist reif für eine Entscheidung. Ich plädiere für den sofortigen Ausbau !“
Die wichtigsten Ausbaumerkmale
• Trennprinzip: Bis auf einige Stellen wird ein zwei Meter breiter Fußweg gebaut. Es gibt eine Aufkantung. Die Fahrbahn wird rund 5,50 Meter breit, Begegnungsverkehr ist geplant.
• Es wird öffentliche Parkplätze geben.
• Keine Gräben mehr.
• Es gilt Tempo 30 km/h.
Die gemeinsame Sitzung des Ausschusses für Reckenfeld und des Bauausschusses wird am Donnerstag um 17 Uhr beginnen. Die öffentliche Sitzung findet im Ballenlager der GBS statt. Es wird sich zeigen, ob schon ein Beschluss gefasst wird, oder ob der Stadtrat am Mittwoch, 7. Mai (ab 17 Uhr, Ort noch unklar) endgültig entscheiden wird.
Grevener Zeitung - 23.04.08
„Keiner muss sein Haus verkaufen“
Reckenfeld. Nägel mit Köpfen will er jetzt machen. Beim Pressegespräch gestern Morgen im Rathaus ließ Bürgermeister Peter Vennemeyer keinen Zweifel daran aufkommen, dass es nun Zeit für eine endgültige Entscheidung beim Thema Straßenausbau in Reckenfeld sei. „Da müssen wir jetzt durch, Entweder wir machen den Ausbau jetzt oder wir legen das Thema für Jahre auf Eis.“
Gleich zwei neue Gutachten hatte die Stadt nach dem vorläufigen Stopp des Ausbaubeschlusses im März in Auftrag gegeben – bei Professor Werner Brilon von der Ruhr-Universität Bochum sowie bei Professor Jürgen Gerlach von der Bergischen Universität Wuppertal. Seit Montag liegen nun die Ergebnisse vor. Laut Stadtverwaltung kommen beide Gutachter in ihren Ausführungen bis auf wenige minimale Abweichungen zu dem gleichen Schluss: die von Stadtverwaltung und BI I erarbeitete Ausbauvariante ist die sinnvollste und verkehrssicherste Lösung.
„Außerdem wurde in beiden Gutachten deutlich, dass die in dem 16-Punkte-Papier der BI II angegebenen Einsparmöglichkeiten schlicht nicht bestehen“, so Vennemeyer weiter, „ganz im Gegenteil – die Gräben in ihrem jetzigen Zustand zu belassen, würde sogar zu erheblichen Mehrkosten führen.“ Eine Aussage, durch die sich Wolfgang Klaus von der BI I bestätigt fühlt: „Das ist doch genau das, was wir gesagt haben. Die von der Gruppe Schnabel versprochenen Kosteneinsparungen sind nicht einzuhalten.“
Beim zweiten strittigen Punkt – der Frage nach der Kostenabrechnung – werde man von Seiten der Stadt keine weitere Diskussion zulassen. „Wir rechnen nach dem Baugesetzbuch 90 zu 10 ab. Hier gibt es keinen Spielraum für uns. Wer damit nicht einverstanden ist, dem steht der Klageweg selbstverständlich offen“, bezieht der Bürgermeister klar Stellung. Mit solchen Klagen rechne man, sie würden aber keine aufschiebende Wirkung haben, was den Baubeginn betrifft. Der könnte laut technischem Beigeordneten Dr. Rolf Leroy bereits im August sein. „Wenn wir jetzt den Beschluss fassen, werden wir umgehend mit den Ausschreibungen beginnen.“
Für die Emsstraße vermutet die Stadtverwaltung für die Anwohner eine Beitragshöhe von 10 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche, für die Lennestraße von 8,50 Euro. Das seien allerdings vorerst nur Richtwerte. „Aber in jedem Fall möchte ich eines klarstellen: Niemand muss wegen des Straßenausbaus sein Häuschen verkaufen.“ Man werde bei Härtefällen alle Möglichkeiten ausschöpfen, um zu einer Regelung zu finden. „Beide großen Banken am Ort haben ihr Entgegenkommen bereits zugesichert,“
VON BEATE NIESSEN
Westfälische Nachrichten - 23.04.08
"Wo ist eigentlich der Unterschied?"
Leserbrief vom 09.04.2008, abgedruckt in den Westfälische Nachrichten
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"Kommunale Wahl lässt umfallen"
Leserbrief vom 29.03.2008, abgedruckt in den Westfälische Nachrichten
* zum Lesen - hier klicken
Die Katze ist aus dem Sack!
Am 20.03.2008 legte die „Gruppe Schnabel“ (GS) ihre Vorstellungen vom Straßenausbau für die Wohngebiete C und D in Reckenfeld vor. „ Der Berg kreiste und gebar eine Maus“. Auf dieses Ergebnis lässt sich das vorgelegte „16 Eckpunktepapier“ zusammenfassen. Vollmundig wurden bei der von großem Medienrummel begleiteten Unterschriftensammlung ca. 40% Einsparung versprochen. Wer hätte da nicht unterschrieben, egal was sonst noch so in dem Fragebogen stand! In dem vorgelegten Papier fehlt jedoch jeder Hinweis wie die angekündigten Einsparungen erreicht werden sollen. Eine Straßenbreite von 4,5m sollte es aber schon sein. Und die restlichen 2,5m? Die Gräben sind ausschließlich Sache des BEG, löst die GS dieses Problem. Das war übrigens bereits schon in der am 27.11.2007 in der Walgenbachhalle vorgestellten Planung so. Ausnahme: die letzten 60cm bis zur Oberkante Fahrbahn. Hier sind die Grundstückszufahrten und die Stellplätze im öffentlichen Verkehrsraum vorgesehen. Diese Elemente gehören nun einmal zweifelsfrei mit zum Straßenbau einer Anliegerstraße.
Nicht so bei der GS! Stellplätze sind von dem jeweiligen Anlieger, der sie wünscht, separat zu bezahlen! Wer dürfte denn da parken? Die nachbarschaftlichen (und die mit ortsunkundigen!)Auseinandersetzungen werden sicherlich sehr interessant. Die 4,5 m breite Fahrbahn ist nur für den fließenden Verkehr, d.h. es herrscht absolutes Halteverbot. Wer will das?
Grundstückszufahrten werden einfach unterschlagen. Die Anlieger auf der Grabenseite haben Pech, sie müssen die 2,5 m langen und ca. 4m breiten Zufahrten auf ihr Grundstück selbst bezahlen. Die Nachbarn gegenüber haben es da etwas besser: Sie müssen ihre Einfahrten nur höhenmäßig anpassen, aber natürlich auch auf eigene Kosten. Das fehlende konstruktive Element, die 3 cm Aufkantung, machen dies notwendig.
Die versprochene Ersparnis wird durch zusätzliche Kosten für den einzelnen Anlieger erkauft. Ist das nicht widersinnig?
Das Straßenbauprojekt in den beiden Wohngebieten ist für die nächsten 20-30 Jahre so gut wie tot. Damit hat Herr Schnabel sein Ziel fast erreicht. Einzige Rettung: die zuständigen Entscheidungsträger in Rat und Verwaltung dürfen nicht mehr „potemkinschen Dörfern“ vertrauen.
Leserbrief vom 25.03.2008, im Original, zum Teil leicht gekürzt, abgedruckt in der Grevener Zeitung und den Westfälische Nachrichten
"Luftschlösser sind keine Basis"
Leserbrief vom 07.03.2008, abgedruckt in den Westfälische Nachrichten
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Ausbau: Jetzt geht es ins Detail

Schon bald wird es die altbekannten Gräben – wie hier an der Emsstraße - nicht mehr geben. (Foto: bme)
Reckenfeld. Der Ausbau kommt – so oder so. So viel steht zumindest bisher fest. Zu welchem Modus der Straßenausbau in den Blöcken C und D letzten Endes abgerechnet wird, das müssen am Ende wohl die Gerichte klären. Davon gehen sowohl die Bürgerinitiative als auch die Stadtverwaltung aus. „Für die Stadt handelt es sich eindeutig um einen Erstausbau. Und damit müssen nach Baugesetzbuch die Anlieger 90 Prozent der Kosten tragen“, erklärt Frank Hänel vom Fachbereich Bürgerdienste und Recht. Da sei die Stadt an gesetzliche Vorgaben gebunden. „Das ist nichts, was wir uns so aussuchen.“
Anwohner, die auf eine andere Abrechnung setzen – im günstigsten Fall wären das 75 Prozent für die Anlieger und 25 Prozent für die stadt – müssen dafür vor Gericht ziehen. „Wir rechnen damit, dass einige das auch tun werden“, erklärt Wolfgang Klaus vom Sprecherrat der Bürgerinitiative. Das müsse aber jeder für sich entscheiden. „Das kann nicht nicht unsere Aufgabe sein. Zumal die Interessenslage da von Anlieger zu Anlieger durchaus verschieden sein kann.“
Damit spielt Klaus auf den Umstand an, dass sich Besitzer von Eckgrundstücken bei einer Abrechnung nach dem Baugesetzbuch durchaus besser stehen können, „Das hat mit einer Sonderregelung zu tun“, erklärt Hänel. Danach erhalten Besitzer solcher Grundstücke eine Art Nachlass auf ihre Beiträge. Einen solchen Nachlass gibt bei der 75 zu 25 Abrechnung hingegegen nicht.
Nicht um die Kosten, sondern um die technischen Details des Straßenausbaus geht es nächste Woche in den zwei Informationsveranstaltungen für die Anwohner der Ems- und der Lennestraße (Dienstag und Donnerstag um 19 Uhr im Deutschen Haus). Hier will die Stadtverwaltung anhand genauer Pläne transparent machen, wie die Straßen am Ende aussehen werden. Wichtig hierbei: auf die Gestaltung vor der eigenen Haustüre haben die Anwohner noch Einflussmöglichkeiten. „Wo genau die Baumscheibe oder der Stellplatz hinkommen soll, wie viele Parkbuchten wo gewünscht werden – all das soll mit den Anliegern abgesprochen werden“, erklärt Frank Hänel. Dazu werde jeder Anwohner einen speziellen Ausschnittsplan seiner Straße von der Stadt erhalten. „Er kann sich dann mit seinen Nachbarn zusammensetzen und eine sinnvolle Lösung erarbeiten.“
Nicht mehr zur Debatte steht dagegen der 1,50 Meter breite Gehweg, der jeweils auf einer Seite der Straßen angelegt werden soll. „Das dient vor allem der Sicherheit der Fußgänger“, macht Hänel die Notwendigkeit deutlich. Mit einer Bordkante von gerade mal drei Zentimetern könnten Fahrzeuge im Extremfall beim Rangieren immer noch auf den Gehweg ausweichen. Die Oberfläche von Gehweg und Fahrbahn soll voraussichtlich gepflastert werden. „Der Gehsteig wird rot, die Straße grau gepflastert.“ Merklich teurere als ein Teerbelag sei dies nicht. Die Fahrbahnbreite wird zwischen 4,50 Meter und – in Höhe der Parkbuchten und Baumscheiben – drei Metern schwanken.
Wer sich im Vorfeld der Veranstaltungen noch näher informieren möchte, kann dies im Internet unter greven.net/Rathaus oder unter bi-strassen-cd.de.
VON BEATE NIESSEN
Westfälische Nachrichten - 05.01.08
Grünes Licht für Block C
Reckenfeld - Es ging schnell und es ging ohne große Diskussion: Der Bauausschuss der Stadt Greven fasste am Mittwoch den formellen Baubeschluss für den Straßenausbau im Reckenfelder Block C.
Nach jahrelangen Diskussionen werden im kommenden Jahr die Bagger anrücken und in der Emsstraße und der Lennestraße beginnen. Dort verlegen die Baumannschaften dann zunächst neue Kanäle. Danach wird eine Decke aufgetragen, auf einer Seite entsteht ein Bürgersteig. Zudem werden Inseln fürs Parken eingerichtet.
Kritik
Erstaunlich ruhig war die Debatte zum Vorhaben am Mittwoch im Ausschuss. Zwar waren einige Anwohner erschienen, doch nur Arthur Hegel stellte noch Fragen zu den Kosten, die aber in den Augen des Ausschusses bereits beantwortet sind.
Peter Borggreve - von den Grünen kritisierte, dass die betroffenen Anwohner noch immer nicht über die endgültigen Kosten für den Ausbau informiert seien. Die Hausbesitzer sollen 90 Prozent der Bausumme tragen (die GZ berichtete). Borggreve schlug vor, den formellen Baubeschluss auf Januar zu vertagen, um den Bürgern noch bessere Informationsmöglichkeiten zu geben.
Ohne Verzögerung
Dr. Rolf Leroy, der Technische Beigeordnete der Stadt, appellierte an die Mitglieder des Ausschusses, den Beschluss jetzt zu fassen, damit es nicht zu weiteren Verzögerungen kommt.
In den formellen Baubeschluss nahm der Ausschuss auch noch den Bereich der ersten beiden Grundstücke an der Marienfriedstraße, Ecke Emsstraße auf.
Manfred Kleimeyer - (Foto) von der CDU betonte, dass die Bürgerinitiative, die Politik und die Verwaltung in puncto Ausbau vorbildlich zusammengearbeitet haben. "Ich muss der Bürgerinitiative einen Dank aussprechen."
An der folgenden Abstimmung nahm Peter Borggreve für die Grünen nicht teil, die restlichen Mitglieder stimmten dem Beschluss einstimmig zu. - Jan Schepmann
Grevener Zeitung - 06.12.07
Bauausschuss segnet Straßenausbau ab
Greven. Von allen Seiten gab es am Mittwoch im Bauausschuss Lob für die „konstruktive Zusammenarbeit“ und das „große ehrenamtliche Engagement“, doch noch immer herrscht nicht eitel Freude über den zwischen Bürgerinitiative (BI) und Stadtverwaltung ausgehandelten Kompromiss zum Straßenausbau in den Reckenfelder Blöcken C und D. Arthur Hegel erneuerte mündlich die tags zuvor in seinem Leserbrief geäußerten Fragen zu Einbahnstraßen und Personennahverkehr, und die „abtrünnigen“ BI-Mitglieder Reinhard Schnabel und Michael Trappe forderten in einem Bürgerantrag, den Beschluss zum Straßenausbau erst nach den Informationsveranstaltungen für die Anlieger der Ems- und Lennestraße am 4. und 10. Januar zu fällen.
So lange wollte der Bauausschuss aber wohl nicht mehr warten. „Ich bin seit 20 Jahren im Ausschuss, aber noch nie ist über eine Maßnahme so lange geredet worden“, fasste der Vorsitzende Helmut Röwemeier das in Worte, was wohl die Mehrheit im Ausschuss dachte. Denn ohne Gegenstimme verabschiedete das Gremium anschließend den formellen Beschluss.
Lediglich Peter Borggreve von den Grünen verweigerte die Stimmabgabe. Zwar begrüßte auch er die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und BI, zugleich forderte er die komplette Bürgerbeteiligung vor dem Baubeschluss und bemängelte vor allem, dass die Anlieger kaum Informationen über die auf sie zukommenden Kosten bekommen hätten. „Das kann man den Leuten nicht zumuten, es geht schließlich um verdammt viel Geld“, sagte Peter Borggreve.
Der technische Beigeordnete Dr. Rolf Leroy wies darauf hin, dass die Beschlussfassung für die beiden ersten Vorhaben Ems- und Lennestraße erst auf der nächsten Sitzung am 17. Januar falle. „Bis dahin bekommt jeder Anlieger ein DIN A 4-Plänchen für sein Grundstück und kann mit uns mögliche Bedenken besprechen“, so Leroy.
VON THOMAS STARKMANN
Westfälische Nachrichten - 06.12.07
„Wollt ihr neue Straßen oder nicht?“
Foto: tst
Stadt und BI saßen Seite an Seite auf dem Podium
Reckenfeld. Irgendwann ging die Debatte Manfred Czekalla, Mitglied des Sprecherrates der Bürgerinitiative, über die Hutschnur. „Wollen wir nun neue Straßen, oder wollen wir keine?“, donnerte er in die bis auf den letzten Platz gefüllte Walgenbachhalle. Frustrierend sei es, fuhr er fort, wie einem das einstimmige Votum um die Ohren gehauen würde, mit dem die Betroffenen noch bei der Versammlung im August die BI zu weiteren Verhandlungen mit der Stadt ausgestattet hätten.
In der Tat schien der mühsam ausgehandelte Kompromiss zwischen Stadt und BI im Laufe der zweieinhalbstündigen gemeinsamen Informationsveranstaltung zu bröckeln. Dabei hatte die Stadtverwaltung sich alle Mühe gegeben, den Anliegern der Blöcke C und D das weitere Vorgehen bei dem im nächsten Frühjahr beginnenden Straßenausbau transparent zu machen. „Kosten vor Optik“ habe, so Bürgermeister Peter Vennemeyer, bei allen Überlegungen im Vordergrund gestanden. „Kommen Sie zu uns, wenn sie Fragen oder Probleme haben“ – das Bemühen, das Gespräch mit den Anwohnern zu suchen, war beim Bürgermeister offensichtlich. Während der Bauphase soll es sogar ein Außenbüro in Reckenfeld geben, um den Anwohnern den Weg nach Greven zu ersparen.
„Was Günstigeres gibt es nicht“, so fasste Eduard Hader vom Planungsbüro den Ausbaustandard für alle Straßen zusammen. Auf sieben Meter Breite verteilen sich 4,75 Meter Fahrbahn, 1,50 Meter Bürgersteig und 75 Zentimeter Seitenstreifen in farblich unterschiedlicher Pflasterung und mit Rundborden abgesetzt. Da, wo Parkstreifen oder Grünanlagen vorgesehen sind, verringert sich die Fahrbahnbreite auf drei Meter.

Foto: tst
Restlos besetzt waren die Sitzreihen in der Walgenbachhalle. Das Thema „Straßenausbau“ mobilisiert nach wie vor viele Reckenfelder
Doch spätestens als Frank Hänel von der Rechtsabteilung der Stadt erläuterte, wer wie viel davon zu zahlen habe, kam Unruhe in der Halle auf. „Die Straßen sind weder technisch noch rechtlich hergestellt“, ließ er keinen Zweifel daran, dass es sich aus Sicht der Stadt um einen Erstausbau handelt, für den laut Baugesetzbuch die Anwohner 90 Prozent der Kosten tragen müssen. Widerstand ist möglich, kann aber teuer werden, weil der Gesetzgeber den kostenlosen Widerspruch just abgeschafft hat und so nur der Gang vors Verwaltungsgericht bleibt. „Reden Sie mit uns, wenn Sie mit dem Bescheid nicht einverstanden sind“, gab sich Hänel gesprächsbereit. Genaue Kosten wollte er nicht nennen, aber 12 Euro pro Quadratmeter seien ein momentaner Schätzwert.
Die anschließende Diskussion eröffnete Ratsherr Ernst Reiling. Die Frage nach der Kostenverteilung sei nur durch einen Musterprozess zu klären. An die Gerechtigkeit appellierte Arthur Hegel: „Was A und B widerfahren ist, muss sich in C und D wiederholen“, erinnerte er an den damaligen Ausbau, der die Anlieger wesentlich billiger kam. „Wer zuletzt kommt, den beißen die Hunde“, kommentierte ein Anwohner den erst ab 2010 vorgesehenen Ausbau in Block D. Mehr als zwei Straßen pro Jahr verkrafte der städtische Haushalt leider nicht, erwiderte der Bürgermeister. Den Ausbau gänzlich in Frage stellte Reinhard Schnabel, abtrünniges BI-Gründungsmitglied: „Wir haben 20 Jahre gewartet, wir brauchen nicht sofort neue Straßen.“ Die BEG solle die Straßen nach dem Kanalbau einfach wieder zumachen. „Das hält dann 10 Jahre“, so Schnabel. Das ließ Vennemeyer nicht gelten. „Die BEG kann den Straßenausbau weder machen noch finanzieren“, wies er das Ansinnen Schnabels zurück. Wie sich die Stadt denn im Falle einer Prozessniederlage und einem womöglich höheren Eigenanteil verhalten würde, wollte Schnabel noch wissen. „Dem würden wir uns beugen und Haushaltsmittel umschichten“, so der Bürgermeister.
Neben Kritik ernteten Stadtverwaltung und BI aber auch Lob für ihren Kompromiss. „Das ist doch das, was wir wollten“, so Christoph Wiechers von der Lippestraße. „Wir können schließlich nicht wieder bei Adam und Eva anfangen.“
VON THOMAS STARKMANN
Westfälische Nachrichten - 28.11.07
90:10 oder 65:35 ?
Reckenfeld - Das Interesse war groß, das Thema brisant, der Bürgermeister souverän.Etwa 500 Bewohner der Wohngebiete C und D waren gekommen, um Näheres über den Ausbau der Straßen in den Ortsteilen zu erfahren. Vorsorglich hatte die Stadt die Versammlung in die Walgenbach-Sporthalle verlegt - zurecht, wie sich zeigte. Nahezu voll besetzt war die Halle, die Stimmung mitunter gereizt. Sie saßen sich gegenüber: An der Stirnwand an einem langen Tisch die Mitglieder der BI, die Verwaltung und die Vertreter des Planungsbüros - und auf der anderen Seite das erwartungsvolle Plenum.Bürgermeister Peter Vennemeyer (SPD) begrüßte die Gäste und stieg sofort ins Thema ein. So zog er zunächst ein Resumee aus den Gesprächen mit dem Sprecherrat der BI, "die", so Vennemeyer, "zweimal vor dem Abbruch standen." Schließlich habe man aber eine tragbare Basis gefunden und den Bebauungsplan auf den Weg gebracht. Demzufolge wird mit dem Ausbau der Straßen 2008 begonnen und zwar mit der Emsstraße und der Lennestraße. In der Folge werden jedes Jahr zwei weitere Straßen ausgebaut, so dass 2014 alle Straßen in C und D fertig sind. Daran anschließen wird sich der Ausbau der Straßen im Gebiet Heimstättensiedlung/Gartenstraße.Bei den anschließenden Ausführungen des Osnabrücker Planungsbüros erklärte Mitarbeiter Eduard Harder die Gestaltung der Straßen, die einschließlich Gehweg, Fahrbahn und Randstreifen zumindest eine Breite von sieben Meter erhalten. Alois Wilpsbäumer (BEG) ging auf das neue Kanalisationssystem ein, das in den jetzigen Gräben verlegt wird, so dass diese verschwinden.Eine mitunter hitzige Diskussion setzte bei den zu erwartenden Anliegerbeiträgen ein. Da Ausschreibungsergebnisse noch nicht vorliegen, wurde eine Berechnung aus dem Jahre 2003 zugrunde gelegt. Demzufolge muss mit einer Kostenbeteiligung der Anlieger von etwa zwölf Euro pro Quadratmeter und eingeschossiger Bauweise gerechnet werden. Hieran erhitzten sich dann, auch wegen der geplanten Beteiligun g von 90:10, die Gemüter.Arthur Hegel, der an der Grevener L! andstraß e wohnt, sagte, mit Blick auf die Kostenbeteiligung in A und B: "Ich erwarte Gerechtigkeit für C und D."Hier platzte Manfred Czekalla vom Sprecherrat der Kragen: "Wir reißen uns seit Monaten den Arsch auf, um zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen und hier wird alles torpediert." Schützenhilfe erhielt die BI von Christoph Wiechern: "Wir haben den Sprecherrat gewählt und ihm das Vertrauen ausgesprochen und so muss es auch bleiben." - rbö
Grevener Zeitung - 28.11.07
Zoff in der Bürgerinitiative
Reinhard Schnabel macht Front / Zündstoff für heutige Veranstaltung / “Klaus bekäme keine Stimme mehr“
-bme- Reckenfeld. Eigentlich war doch schon alles in trockenen Tüchern – zumindest schien es bei der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses so. Da hatte Bürgermeister Peter Vennemeyer im Beisein der beiden Sprecher der Bürgerinititaive zum Straßenausbau in den Blöcken C und D, Wolfgang Klaus und Jürgen Reckert, die Einigung über den geplanten Ausbau der Straßen verkündet. Und heute Abend wollen BI und Stadtverwaltung bei einer gemeinsamen Veranstaltung in der Walgenbachhalle den Anliegern diese Pläne im Detail vorstellen. Doch nun regt sich neuer Widerstand. Reinhard Schnabel und Michael Trappe, beide Gründungsmitglieder der BI und Anwohner der betroffenen Straßen, machen Front gegen Wolfgang Klaus und Jürgen Rickert.
„Es war nie die Rede davon, die Kostenverteilung von 90 zu 10 zu Ungunsten der Anlieger einfach so hinzunehmen“, ärgert sich Reinhard Schnabel. „Es war vereinbart gewesen, dass über den Abrechnungsmodus noch mit der Stadt verhandelt werden muss. Das hat Herr Klaus ganz offensichtlich vergessen.“
Menschlich enttäuscht sei er darüber hinaus über das Verhalten der beiden Sprecher. „Als ich Im Urlaub war, hat man einfach verbreitet, ich hätte mich aus dem Engagement für die BI zurückgezogen.“ Nun sei es Zeit gewesen, einzugreifen. „Michael Trappe und ich haben deswegen aktuell bei den Anwohnern der beiden Straßen, die 2008 als erstes betroffen wären (Lennestraße und Emsstraße), eine Befragung durchgeführt. Und bis auf Herrn Klaus und Herrn Reckert befürwortet dort niemand die jetzt ausgehandelte Lösung.“
Dabei gehe es ihm vor allem um die Anwohner, die finanziell nicht so gut gestellt seien, betont Schabel. „Es kann doch nicht sein, dass eine insolvente Stadt den Ausbau nun auf dem Rücken der Anlieger durchzieht. Hier wohnen viele alleinstehende Senioren und junge Familien, die gerade gebaut haben. Woher sollen die das Geld nehmen?“ Für sein eigenes Grundstück habe ihm die Stadt Kosten in Höhe von zirka 16 000 Euro in Aussicht gestellt. „So etwas kann Existenzen bedrohen.“
Dass Schnabel und Trappe mit der Forderung nach einer anderen Abrechnung die Mehrheit der BI hinter sich haben, ist sich Reinhard Schnabel sicher: „Wenn sich heute Herr Klaus zur Wahl stellen würde, bekäme er keine einzige Stimme.“
Grevener Anzeiger 27.11.07
SPD zum Straßenausbau
Reckenfeld. Die SPD Reckenfeld begrüßt ausdrücklich das (vorläufige) Gesprächsergebnis zwischen Bürgermeister, Planungsbüro und der BI Straßenausbau C+D. „Dies ist eine gute Grundlage für eine Einigung auf die weitere Vorgehensweise wie auch auf den letztlichen Ausbaustandard in C und D.“
Ob diesem Ergebnis jetzt auch die Anlieger mehrheitlich folgen werden, bleibe abzuwarten: „denn es werden bereits Stimmen laut, die aufgrund der für die Anlieger zukommenden Kosten die Beibehaltung des gegenwärtigen Zustandes fordern.“ Nach Gesprächen mit Anliegern ist die Reckenfelder SPD jedoch davon überzeugt, dass “die überwiegende Mehrheit den Straßenausbau befürwortet“.
Westfälische Nachrichten - 14.11.07
Sie ziehen an einem Strang
Reckenfeld - "Wir haben ein konstruktives Gespräch geführt und einen Kompromiss bei den Eckdaten für den Straßenausbau in den Blöcken C und D gefunden, der von beiden Parteien getragen wird."
Diese gute Nachricht verkündeten Bürgermeister Peter Vennemeyer (SPD) und Wolfgang Klaus, Sprecher der Bürgerinitiative Straßenausbau Block C als Ergebnis eines Treffens am vergangenen Montag.
Im Jahr 2008 sollen die Emsstraße und die Lennestraße ausgebaut werden, in den Folgejahren sollen jeweils weitere Straßen folgen. Der Beginn für die Ausbaumaßnahmen im Block D wurde vorsichtig für das Jahr 2011 in Aussicht gestellt.
Anliegerinformationen
Beide Seiten wollen auch an einem Strang ziehen, wenn die Anlieger über das weitere Vorgehen informiert werden. Am Dienstag, 27. November, werden Stadtverwaltung und BI um 19 Uhr in der Walgenbachsporthalle gemeinsam zu einer Informationsveranstaltung für alle interessierten Anlieger einladen. An diesem Abend stehen allgemeine Informationen zum geplanten Ausbau und die Frage der prozentualen Kostenverteilung zwischen Stadt und Anliegern auf der Tagesordnung, heißt es in der Pressemitteilung.
Am Montag, 3.Dezember, und Dienstag, 4. Dezember, folgen zwei weitere Informationsveranstaltungen speziell für die Anlieger der Ems- und Lennestraße. "Wir werden dann die individuellen Ausbauplanungen vorstellen und mit den Anliegern ihre speziellen Wünsche diskutieren", erklärte der Technische Beigeordnete Dr. Rolf Leroy. Nach Auswertung der Gespräche mit den Anliegern soll in der zweiten Januarwoche der notwendige Baubeschluss im Bauausschuss Greven erfolgen.
Die Haushaltsmittel sind für den Etatentwurf 2008 veranschlagt. Sollte der Rat den Investitionsmaßnahmen zustimmen und der Kreis Steinfurt diese trotz des Nothaushalts der Stadt genehmigen, soll die Ausschreibung möglichst frühzeitig erfolgen. "Wir hoffen, dass im Mai die ersten Bagger in Betrieb sind", so der Bürgermeister.
Grevener Zeitung - 13.11.07
Straßenausbau Reckenfeld: Im Frühling soll es losgehen
Reckenfeld. „Wir haben ein konstruktives Gespräch geführt und einen Kompromiss bei den Eckdaten für den Straßenausbau in den Blöcken C und D gefunden, der von beiden Parteien getragen wird.“ Diese gute Nachricht verkündeten Bürgermeister Peter Vennemeyer und Wolfgang Klaus, Sprecher der Bürgerinitiative Staßenausbau Block C als Ergebnis eines Treffens am vergangenen Montag.
Im Jahr 2008 sollen die Emsstraße und die Lennestraße ausgebaut werden, in den Folgejahren werden weitere Straßen folgen. Der Beginn für die Ausbaumaßnahmen im Block D wurde vorsichtig für das Jahr 2011 in Aussicht gestellt.
Beide Seiten wollen auch an einem Strang ziehen, wenn die Anlieger über das weitere Vorgehen informiert werden. Am 27. November werden Stadtverwaltung und BI um 19 Uhr in der Walgenbachsporthalle gemeinsam zu einer Informationsveranstaltung für alle interessierten Anlieger einladen. An diesem Abend stünden allgemeine Informationen zum geplanten Ausbau und die Frage der prozentualen Kostenverteilung zwischen Stadt und Anliegern auf der Tagesordnung, heißt es in der Pressemitteilung.
Am 3. und 4. Dezember folgen zwei weitere Informationsveranstaltungen speziell für die Anlieger der Ems- und Lennestraße. „Wir werden dann die individuellen Ausbauplanungen vorstellen und mit den Anliegern ihre speziellen Wünsche diskutieren“, erklärte der Technische Beigeordnete Dr. Rolf Leroy. Nach Auswertung der Gespräche mit den Anliegern soll in der zweiten Januarwoche der notwendige Baubeschluss im Bauausschuss erfolgen.
Die Haushaltsmittel sind für den Etatentwurf 2008 veranschlagt. Sollte der Rat den Investitionsmaßnahmen zustimmen und der Kreis Steinfurt diese trotz des Nothaushalts der Stadt Greven genehmigen, soll die Ausschreibung möglichst frühzeitig erfolgen. „Wir hoffen, dass im Mai die ersten Bagger in Betrieb sind“, so der Bürgermeister.
Westfälische Nachrichten - 13.11.07
Doch kein Paket
C und D-Ausbau
Reckenfeld. Einen erneuten Anlauf zum Kostendrücken unternahm Wolfgang Klaus für die Bürgerinitiative Straßenausbau in den Blöcken C und D (BI) am Donnerstag im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt.
Die BI hatte vorgeschlagen, den Ausbau als möglichst umfangreiches Gesamtpaket auszuschreiben, um so günstigere Angebote zu bekommen. Die Stadtverwaltung habe dies abgelehnt. Die jahresweise Aufstellung des Haushalts und das Verbot, große Ausgabeverpflichtungen für spätere Jahre einzugehen wurden ihm als Gründe genannt, sagte Klaus. Seine eigenen Recherchen bei der Bezirksregierung hätten ein anderes Ergebnis erbracht, mahnte der Bürgervertreter, beließ es aber bei seinem Hinweis.
Auf Nachfrage erklärte der Technische Dezernent Dr. Rolf Leroy, dass der Straßenausbau im Block C ab 2008 im Investitionsplan für einen Zeitraum von vier Jahren vorgesehen ist. Der Block C und das Zwischenstück entlang der Kanalstraße folgen. Ar
Grevener Zeitung - 01.09.07
In C und D wird bald geordnet gebaut
Greven. Ein Vorhaben gebiert das nächste, so könnte man sagen: In Reckenfeld muss das Abwassersystem erneuert werden – anschließend sollen die Straßen ausgebaut werden. Und weil der Ausbau zu 90 Prozent von den Bürgern zu zahlen ist, muss es eine klare Grundlage für die Abrechnung geben. Deshalb möchte die Verwaltung grünes Licht für die Aufstellung eines Bebauungsplanes für die Blöcke C und D haben, wo bisher recht planlos gebaut werden konnte. „Es ist sinnvoll, die Erhebung von Erschließungsbeiträgen auf der Grundlage eines qualifizierten Bebauungsplanes durchzuführen, da andere Vorgehensweisen bei der Abrechnung der Straßenbaumaßnahme einen enormen Aufwand erzeugen“, heißt es in der Vorlage, die am Donnerstag vom Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt positiv aufgenommen wurde.
Einen weiteren Vorteil bietet ein Bebauungsplan, der einen Rahmen dafür vorgibt, wie groß, wie hoch und in welchem Stil gebaut werden darf: Jene Reckenfelder, die beispielsweise in einem großen Garten ein zweites Haus bauen oder ein Baugrundstück verkaufen wollen, können nun sehr gut abschätzen, ob ihr Vorhaben Aussicht auf Erfolg hat. Bisher gab es mangels eines Bebauungsplanes nur Einzelfallentscheidungen. Durch einen Bebauungsplan werde der Bürger in die Lage versetzt, „eine klare Einschätzung seiner baulichen Möglichkeiten auf seinem Grundstück zu gewinnen“, heißt es in der Vorlage.
Aus diesen Gründen will die Verwaltung Bebauungspläne für die genannten Gebiete aufstellen. Um das Verfahren zu beschleunigen, sollen möglichst schnell die Öffentlichkeit und jene Behörden, die ein Mitspracherecht haben, beteiligt werden. Wolfgang Klaus von der Initiative Straßenausbau erkundigte sich in der Einwohnerfragestunde, welches Planungsrecht für die Grundstücke zwischen den Blöcken gelten solle.
Dazu Dr. Rolf Leroy, Technischer Beigeordneter: „Teilweise gibt es dafür schon rechtskräftige Bebauungspläne, sonst wird das Baurecht analog zu dem in C und D angewandt.“
VON MONIKA GERHARZ
Westfälische Nachrichten - 25.08.07
Ausdruck des Bürgerwillens
BI zur Versammlung der Blöcke C und D
Reckenfeld. Die Bürgerinitiative (BI) „Straßenausbau Reckenfeld Block C & D“ hatte jetzt zur Versammlung eingeladen – und die Resonanz darauf war wirklich überwältigend (die GZ berichtete).
„Die Anlieger der betroffenen Wohngebiete haben ein deutliches Votum abgegeben“, heißt es in einer Mitteilung des BI-Sprecherrats. Fast einstimmige Abstimmungsergebnisse zu wesentlichen Fragen des Projekts lassen kein Deuteln am Bürgerwillen zu, so der Sprecherrat weiter. Er bedankt sich für das Vertrauen der Bürger.
Positionspapier
Die im Positionspapier vom 7. November 2006 niedergelegten Ziele werden bestätigt und sind Leitschnur für weiteres Handeln. Mit den nach sachlicher Diskussion erteilten eindeutigen Aufträgen geht der Sprecherrat bestätigt und gestärkt in die anstehenden Verhandlungen mit den Entscheidungsträgern in Politik und Verwaltung.
Nach Auffassung der BI ist es für alle Beteiligten nötig, bis zur nächsten Ratssitzung am 17. Oktober, die für den Fortschritt des Projekts wichtigen Entscheidungen sorgfältig vorzubereiten und zu fällen.
Einsparpotenziale
Dabei sollen die Besonderheiten der Wohngebiete C und D in besonderem Maß berücksichtigt werden. Einsparpotenziale, wie wohngebietsweise Ausschreibung, gegebenenfalls Implementierung einer „Projektgesellschaft Straßenausbau C und D“ zur Koordinierung, Beschleunigung und Förderung der Kosteneffizienz im Sinn des bezahlenden Anliegers sind Vorschläge der BI, die allen Beteiligten Vorteile bringen, so die BI.
Der bisherige Weg war viel versprechend. Die Vision der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen dem Bürger und Souverän, der Politik und der Verwaltung kann Wirklichkeit werden, hofft die Initiative.
>> www.bi-strassen-cd.de
Grevener Zeitung - 16.08.07
Alles auf einem Niveau
Reckenfeld. Sämtliche Gräben verfüllen, keine abgesetzten Bürgersteige, der gleiche Ausbaustandard für alle Straßen – wenn es nach der überwiegenden Mehrheit der Anwohner der Blöcke C und D geht, sind die Rahmenbedingungen für den im kommenden Jahr im Block C beginnenden Straßenausbau festgezurrt. Ein durchaus repräsentatives Votum, denn mehr als 200 Personen begrüßte Richard Nieber vom Sprecherrat der Bürgerinitiative Straßenausbau im völlig überfüllten Festsaal im Deutschen Haus mit den Worten: „Das ist ihre Veranstaltung, deshalb ist die Verwaltung nicht anwesend.“ Dass deren Chef Peter Vennemeyer sich gerade unter das Auditorium gemischt hatte, war aber auch ihm nicht entgangen – „der erste Bürger der Stadt“ kam so zu seinem persönlichen Willkommensgruß.
Planungsgespräche, Ortstermine – die Aktivisten der Bürgerinitiative waren in den vergangenen Monaten fleißig gewesen. Doch die Informationen, die sie bekommen hatten, trafen wohl nicht immer ihren Geschmack. „Die Kostenunterschiede für die Ausbauvarianten bewegen sich im einstelligen Prozentbereich“, räumte Sprecher Wolfgang Klaus ein, auch für ihn sei das eine „etwas enttäuschende Erkenntnis“ gewesen. Konkrete Kosten konnte er allerdings nicht nennen, auch wenn eine Anwohnerin einräumte, dass fünf Prozent von 1000 oder 10000 Euro ja durchaus einen Unterschied mache. Verabschiedet hat sich die BI auch von einem günstigeren Kostensatz. „Wir gehen davon aus, dass 90:10 abgerechnet wird“, so Klaus.
Zu Beginn der Versammlung hatte das von der Stadt beauftragte Planungsbüro einige Ausbauvarianten vorgestellt. Zu den Knackpunkten gehörten wie gehabt die Gräben. Dass über deren Schicksal erneut ein in diesem Sommer erstelltes ökologisches Gutachten entscheiden soll, erzürnte manchen Anwohner: „Für ein Rattenzuchtgebiet brauchen wir kein Gutachten“, war eine der drastischeren Formulierungen. Mit großer Mehrheit sprachen sich die Anwohner dafür aus, dass die Gräben verfüllt werden sollen, trotz mahnender Worte von Ratsherr Ernst Reiling: „Bei sintflutartigen Regenfällen können wir sie vielleicht noch gut gebrauchen.“
Beim Straßenausbau soll nach dem Willen der Versammlung dem Mischprinzip gegenüber dem vom Planungsbüro favorisierten Trennprinzip der Vorzug gegeben werden. Das bedeutet, dass Fahrbahn, Bürgersteig, Randstreifen und Parkflächen sich auf rund sieben Meter Breite niveaugleich und ohne trennende Hochborde verteilen und lediglich farblich oder durch unterschiedliche Pflasterung abgesetzt werden. „Wir leben in einem gewachsenen Gebiet und sind es gewohnt, dass sich alles auf einer Verkehrsfläche abspielt“, sagte Klaus, der darauf verwies, dass es schon lange keine Unfälle mehr in den Blöcken gegeben hätte.
Etwas kontroverser ging es bei den „Sonderfällen“ Rhein- und Adlerstraße zu, die mit zehn Metern deutlich breiter sind und von Bussen befahren werden. Einen gesonderten Ausbaustandard, der die dortigen Anwohner teurer käme, lehnte die Versammlung mehrheitlich ab. Nach dem Motto „Bewegung tut gut“ sei Schülern der Fußweg bis zur Grevener Landstraße zuzumuten, wodurch auf große Gelenkbusse in den Blöcken verzichtet werden könne. Außerhalb der Schulzeiten seien kleine Fahrzeuge völlig ausreichend. Die Forderung einiger Anwohner, den ÖPNV völlig aus den Blöcken zu verbannen, fand keine Gegenliebe. Offen blieb die Frage, was mit den verbleibenden drei Metern geschehen solle. Ein Vorschlag: „Die kann die Stadt uns schenken.“
VON THOMAS STARKMANN
Westfälische Nachrichten - 11.08.07
C und D: Bürger sind gefragt
Reckenfeld. Die "Bürgerinitiative Straßenausbau Reckenfeld Block C und D" lädt ein: Am Donnerstag, 9. August, um 19 Uhr, findet auf dem Weg zu "Neuen Straßen in die Zukunft" eine entscheidende Anliegerversammlung im "Deutschen Haus" in Reckenfeld statt. Dazu sind alle Anlieger der Wohngebiete C und D eingeladen. Die Versammlung ist öffentlich. Wesentlicher Tagesordnungspunkt ist die Vorstellung der verschiedenen Ausbauvarianten für die Anliegerstraßen. Sie werden in Wort, und soweit möglich, in Bild vorgestellt. Die Faktoren, die zu diesen Arbeitsergebnissen geführt haben, werden erläutert. Anschließend sollen, in einer regen aber sachlichen Diskussion, die Varianten diskutiert werden. Fragen der Verkehrssicherheit, wie etwa Bürgersteig ("ja oder nein"), des öffentlichen Nahverkehrs, Buslinie durch Wohngebiete ("ja oder nein"), das Reizthema "Gräben" (bleiben oder verschwinden) werden dabei ebenso berücksichtigt werden müssen, wie die Kosten und die Optik des zukünftigen Straßenraumes. Nach wie vor ist die Projektplanung für einen Baubeginn in 2008 im Zeitplan, viel Arbeit muss aber noch geleistet werden. Damit die BI in ihrer Position als Verhandlungspartner gegenüber Politik und Verwaltung gestärkt wird, ist eine zahlreiche Teilnahme an der Anliegerversammlung erforderlich und ein deutliches Signal geboten, schreibt die Initiative jetzt in einer aktuellen Pressemitteilung.
Grevener Zeitung - 03.08.07
Zitat von Rainer Löwe (SPD), der für den neuen Grevener Bürgermeister Peter Vennemeyer in den Rat nachrückt
"Für Reckenfeld bedeutet das ein Ratsmandat mehr. Der Straßenausbau dort wird - auch finanziell - der Schwerpunkt.
Alles andere müssen wir hinten an stellen."
Westfälische Nachrichten - 27.03.07
"Neue Straßen in die Zukunft"
Reckenfeld - Spätestens seit November 2006 zeigt sich, dass der Straßenausbau in den Wohngebieten C und D in Reckenfeld keine Utopie mehr ist. Offene, informative und zielgerichtete Gespräche zwischen den Ratsparteien, der Verwaltung und der Bürgerinitiative (BI) sind ein erster, verheißungsvoller Schritt zu "Neuen Straßen in die Zukunft". Das teilt der Sprecherrat der BI in einer Pressemitteilung mit. "Wenn nicht jetzt, wann dann?" wird der interessierte Besucher der Internetadresse www.bi-strassen-cd.de gefragt. Die BI hat eine Homepage eingerichtet, die Anliegern der beiden Wohngebiete und weiteren Interessierten möglichst aktuellen Zugang zu Projektinformationen bieten soll. Die BI ist der festen Überzeugung, dass frühzeitige, umfassende Beteiligung, volle Transparenz und daraus resultierende Meinungsbildung unverzichtbarer Bestandteil des Projektmanagements sind. Die Internetpräsenz ist ein Beitrag der Bi zur Bewältigung der gemeinsamen Aufgabe.
>> www.bi-strassen-cd.de
Grevener Zeitung - 12.03.07
3,2 Mio. im Jahr für sauberes Wasser
Grevener Zeitung - 03.03.07
Am besten die Gräben verrohren
-yg- Reckenfeld. Wir wollen eine Leichtigkeit des Verkehrs erreichen, erklärt Ferdinand Kraft. Damit ist gemeint, dass sich sowohl der fließende, als auch der ruhende Verkehr auf den Straßen in Einklang befinden. Der Leiter des Tiefbauamtes der Stadt Greven hat sich mit Richard Nieber, Wolfgang Klaus und Jürgen Reckert von der Bürgerinitiative Straßenausbau in C und D (die WN berichteten) zusammengefunden, um die theoretische Annahme zu prüfen, dass eine Straßenbreite von drei Metern ausreichend sei.
Wichtig ist natürlich, dass breite Fahrzeuge, wie Rettungs- und Müllwagen die Straßen ohne Probleme passieren können und auch Radfahrer und Fußgänger nicht gefährdet werden, meint Klaus. Aus diesem Grunde wurde eine ungewöhnliche Aktion auf den Weg gebracht: Mit einem Feuerwehrauto wurden die betroffenen Gebiete abgefahren, um direkt vor Ort mögliche Probleme in Augenschein zu nehmen. André Beuing und Josef Hardes unterstützten sie dabei und rollten mit ihrem Löschfahrzeug vor.
An der Ecke Lippestraße / Steverweg kam es dann zur ersten Begutachtung der Lage. Die Einfahrt in die Lippestraße ist eng, doch die Zufahrt kann im Notfall auch von anderen Seiten erfolgen. Um allerdings bei der Arbeit auf der Feuerwehrleiter einen sicheren Stand gewährleisten zu können, müssen die Stützbeine an den Seiten des Autos herausgefahren werden. Hier zeigten sich Probleme: Auf der Seite des Grabens war nicht genug Platz vorhanden, in einer Notfallsituation müsste man improvisieren.
Am sinnvollsten wäre es, die Gräben zu verrohren, sagt Nieber. Das würde dem Straßenraum Breite geben und man hätte zusätzlich noch Möglichkeiten für Fuß- und Radwege. Eine genauere Planung der Ausbauten soll jedoch noch stattfinden. Wir werden im März/April eine Versammlung abhalten, zu der auch die Anwohner eingeladen sind. Dort werden wir alle bisherigen Überlegungen besprechen, so Klaus.
Der wirtschaftliche Faktor liege ihnen natürlich allen sehr am Herzen, erklärten die Mitglieder der Bürgerinitiative Straßenausbau in C und D weiter und sie hoffen nun, dass dann ab dem Jahr 2008 die ersten Bagger mit dem Ausbau der Straßen beginnen können.
Westfälische Nachrichten - 17.02.07
Sie haben sich was vorgenommen
Von Beate Nießen
Reckenfeld. Wer beim Stichwort Bürgerinitiative an Menschen denkt, die im Pulk und mit Plakaten bewaffnet auf die Straße gehen, um lautstark gegen oder für etwas zu demonstrieren der ist bei Wolfgang Klaus und Jürgen Reckert an der völlig falschen Adresse. Und das, obwohl sie die treibenden Kräfte im fünfköpfigen Sprecherrat der Bürgerinitiative zum Straßenausbau in den Blöcken C und D sind.
Wir wollen nicht polarisieren, wir wollen Lösungen finden, erklärt der gelernte Bauingenieur und ehemalige Berufssoldat Klaus ihr Anliegen. Klingt simpel, dürfte es aber kaum werden. Zu oft stand schon das Thema der längst fälligen Straßensanierung in den Wohngebieten C und D in Reckenfeld auf der Tagesordnung und wurde ebenso oft auch wieder begraben. Viele Anwohner glauben nicht mehr daran, dass da noch mal etwas passieren wird, so Vermessungsingenieur Jürgen Reckert.
Vielleicht auch deswegen haben sich die beiden Ruheständler dieser Sache verschrieben. Als bekannt wurde, dass die Umsetzung des Generalentwässerungsplans ein Aufreißen der Wohnstraßen im großen Stil bedeuten würde, waren wir uns sicher, dass jetzt der richtige Moment ist, um aktiv zu werden, so Klaus. Er spricht dabei von einem Zeitfenster, in welchem ein Ausbau der Straßen zu verwirklichen sei. Wenn es jetzt nicht klappt, dann wird wieder für lange Zeit nichts passieren, ist er sich sicher.
Dass es da eine Menge dicker Bretter zu bohren gilt, ist den beiden selbst betroffenen Anwohnern durchaus bewusst. Deswegen gehen sie die ganze Sache auch strukturiert an: In den vergangenen Monaten sind sie bei allen beteiligten Stellen Rat, Verwaltung, den Fraktionen, den Stadtwerken und dem BEG vorstellig geworden. Und auch alle vier Bürgermeisterkandidaten haben sie schon durch die Straßen von C und D geführt.
Dabei wissen sie, dass sture Forderungen nichts bringen. Produktive Zusammenarbeit lautet stattdessen ihr Motto. Auch deswegen versuchen sie das Reizthema des Abrechnungsmodus möglichst weiträumig zu umschiffen. Wir wollen die Gesamtsumme für den Ausbau so reduzieren, dass es am Ende für die Anwohner nicht mehr entscheidend ist, ob nun 90 zu 10 oder 75 zu 25 Prozent abgerechnet wird.
Deswegen plädieren sie auch für eine Fahrbahnbreite von nur drei Metern. Einen Ausbau wie an der Overbergstraße in Greven brauchen wir nicht, nennt Reckert ein Beispiel. Und auch bei den Materialien könne man eine Menge einsparen, ohne dass dies auf Kosten der Haltbarkeit von Straßenunterbau oder Fahrbahn gehe.
Zufrieden äußern sich beide Reckenfelder über die bisherigen Gespräche mit den Verantwortlichen im Rathaus. Man begegnet unserem Anliegen sehr aufgeschlossen. Eine Zusammenarbeit scheint wirklich gewünscht zu sein, wundert sich fast Reckert.
Erstes und wie sie beide betonen entscheidenes Etappenziel sei das Einstellen der ersten Baukosten in den nächsten städtischen Haushalt. Damit das klappt, gehen sie schon mal davon aus, dass sich die Stadt nur mit 10 Prozent an den Baukosten beteiligen wird. Zudem wird der Ausbau über einen Zeitraum von sechs bis acht Jahren laufen, so ihre Schätzung. Auch damit werde der jeweilige Investitionsbetrag in den jährlichen Haushalten nicht zu groß ausfallen. Motto: Geringe Summe gleich hohe Wahrscheinlichkeit durch den Rat zu kommen.
Dass am Ende dann doch der ein oder andere Anwohner die Auseinandersetzung mit der Stadt um den Abrechnungsmodus vor Gericht suchen wird davon gehen sie trotz allem aus. Aber Hauptsache ist, dass 2008 die ersten Bagger rollen. Wenn wir das schaffen, ist alles andere nur eine Frage der Zeit.
Westfälische Nachrichten - 14.02.07
Heißes Eisen wird mit Volldampf angegangen
Reckenfeld - Das Thema ist seit einigen Jahren hinreichend bekannt. Es hat einen adäquaten Vorläufer in den Wohngebieten A und B, ist allerdings in den vergangenen Jahren kaum mit einer solchen Intensität behandelt worden wie zurzeit. Worum es geht? Um den Ausbau der Straßen in den Blöcken C und D in Reckenfeld.
Jeder, der in den Wohnbereichen C und D wohnt, wusste, dass er einmal mit dem Thema konfrontiert werden würde, aber es wurde stets auf die lange Bank geschoben. Doch nun nimmt es langsam, aber stetig konkretere Formen an.
Als Ergebnis einer Bürgerversammlung, die vor einigen Wochen stattfand, hat sich in der Zwischenzeit ein Sprecherrat gegründet, der das "heiße Eisen" Straßenausbau nun mit Vehemenz anfasst. Der Sprecherrat setzt sich zusammen aus den im dortigen Wohnbereich lebenden Herren Czekalla, Wolfgang Klaus, Beckert, Schnabel, Nieber und Möller.
Dabei geht es ihnen zunächst einmal um die Möglichkeit, mit der Verwaltung gemeinsame Vorstellungen in Bezug auf den Ausbau zu filtrieren und dabei eigene Vorschläge mit einzubringen. Hierbei soll die Maxime eines preisgünstigen Ausbaus erreicht werden.
Vom Fach
Einen guten Griff hat die Bürgerinitiative schon allein dadurch gemacht, dass sie die Herren in den Sprecherrat gewählt hat, die indirekt vom Fach sind (Ingenieur, Vermessung, etc.). Das vereinfacht möglicherweise das Erkennen von Notwendigkeiten. Der Rat bringt zudem einen einfacheren Ausbau als in den Wohnbereichen A und B ins Spiel.
Kanalisation
Dazu gehören: eine Verbreiterung der Fahrbahnen, eine Verrohrung der Gräben (da so Folgekosten und ein aufwändiger Ausbau vermieden werden können) und einen zeitgleichen Ausbau der Straßen in Zusammenhang mit der von der Verwaltung erkannten notwendigen Erneuerung der Kanalisation in C und D.
Dabei sollen die beiden Wohngebiete als ein Bauabschnitt gelten mit fortschreitendem Ausbau der Straßen. Als günstigster Zeitpunkt für den Baubeginn sieht der Sprecherrat das Jahr 2008.
In einigen losen Gesprächen hat der Rat in den vergangenen Wochen Kontakt mit der Verwaltung aufgenommen, in wenigen Tagen soll eine gemeinsame Besichtigung der Straßen und der damit verbundenen Notwendigkeiten erfolgen.
Bauplan
Als Voraussetzung dazu soll zunächst ein Bauplan erstellt werden, der nach Möglichkeit auch die Wünsche der dortigen Bewohner berücksichtigt. Das ist insofern sehr wichtig, als dass mit dem Ausbau der Straßen auch viele betagte Bürger konfrontiert werden, denen es aufgrund einer kleinen Rente kaum möglich ist, sich an den Kosten zu beteiligen. – rbö
Emsdettener Zeitung - 13.02.07
Pfütze reiht sich an Pfütze
Reckenfeld - Die Straßen in den Wohngebieten C und D müssen dringend ausgebaut werden. Dieses Problem ist seit vielen Jahren bekannt
Das kommt vielen Passanten so richtig bei Regenwetter zum Bewusstsein. So darf man sich nicht wundern, dass sich zurzeit in den dortigen Straßen Pfütze an Pfütze reiht. Fußgänger müssen sich dort in Sicherheit bringen, wenn sich ein allzu forscher Autofahrer nicht an die gewünschte Geschwindigkeit von 30 km/h hält, rücksichtslos durch die Pfützen fährt und dabei nicht selten Fußgänger und Radfahrer von oben bis unten bespritzt.
Es ist zu wünschen, dass die gegenwärtigen Bestrebungen zum Ausbau der Straßen zum Erfolg führen. Das größte Handicap könnten allerdings zu hohe Anliegerkosten sein. Die Bewohner von C und D erwarten zu Recht, dass im Sinne der Gleichberechtigung auch ihre Straßen nach dem Verteilerschlüssel, wie er in den Wohngebieten A und B praktiziert wurde, ausgebaut werden. – rbö
Grevener Zeitung - 10.01.07
Neue Straßen sollen her
Reckenfeld - Der Straßenausbau der so genannten Blöcke C und D in Reckenfeld war jetzt Anlass einer Bürgerversammlung, zu der die Bürgerinitiative Straßenausbau aufgerufen hatte. Durch die Festschreibung des Straßenentwässerungsplanes kommt jetzt Bewegung in das seit langem auf Eis liegende Vorhaben, die entsprechenden Straßen zu verbessern.
Mehr als 150 betroffene Reckenfelder Bürger hörten die kurzen Begrüßungsworte von Mitinitiator Wolfgang Klaus im Deutschen Haus, denn letztlich geht es um die finanzielle Beteiligung.
Der derzeitige Sprecherrat, gebildet von Jürgen Reckert, Wolfgang Klaus, Reinhard Schnabel, Michael Trappe, Manfred Czekalla, Klaus-Jürgen Möller und Richard Nieber, bekam einstimmig das Vertrauen der Anwesenden, um mit der Stadt und anderen Beteiligten im Namen der Betroffenen zu sprechen. Reinhard Schnabel umriss anschließend kurz das Ziel der Initiative "Wir wollen endlich vernünftige Straßen haben, wir wollen auf neuen Straßen in die Zukunft und das so günstig wie möglich, und wenn wir das erreicht haben, verschwinden wir wieder in der Versenkung".
Keine Opposition
Wolfgang Klaus ergänzte: "Das wollen wir aber nicht gegen die Stadt, sondern mit der Stadt. Wir wollen nicht Opposition, sondern Partner sein. Die Maßnahme wird uns noch über Jahre beschäftigen. Seriös und sehr konservativ werden wir daran arbeiten". SPD-Ratsherr Günther Webert klärte die Bürger über die reguläre Kostenverteilung auf und warnte vor übertriebenen Hoffnungen auf Minimalbeiträge. "Der Straßenbau wird laut Kommunalabgabengesetz zu 75 % von den Anliegern bezahlt. Das ist nun mal Fakt".
Die Bürgerinitiative hingegen möchte möglichst viele Nutzer der Straßen, die im Zuge des Entwässerungskonzeptes aufgerissen werden (Baubeginn lt. Webert 2008), mit ins Boot holen um die Kosten zu senken. "Wir wollen einfache Straßen und keine Goldrandlösung" fasste Wolfgang Klaus auch die Bedenken der Bürger zusammen.
- Peter Böhme
Grevener Zeitung - 07.11.06
Anwohner sind eingeladen
-bme- Reckenfeld. Wir wollen keine Fronten aufbauen. Zu einer Zusammenarbeit gibt es keine vernünftige Alternative, betont Wolfgang Klaus vom Sprecherrat der Bürgerinitiative Straßenausbau Block C und D. Heute Abend hat die Bürgerinitiative um 19.30 Uhr zu einer Versammlung ins Deutsche Haus geladen. Dort will man gemeinsam mit den Mitgliedern ein Positionspapier beschließen, das Grundlage der zukünftigen Gespräche mit der Stadt sein soll. Wir wollen Ansprechpartner sein und stellvertretend für alle Anwohner der Blöcke C und D auftreten, so Klaus. Das wolle man sich heute Abend noch einmal bestätigen lassen.
Dabei sei der Kurs nicht auf Konfrontation angelegt. Es geht uns nicht um ein formalrechtliche Auseinandersetzung um die Kostenverteilung eines Straßenausbaus. 90 Prozent von 1000 Euro sind uns immer noch viel lieber als 75 Prozent von 5000 Euro, betont er selbst Anwohner der Emsstraße. Nur eines sei klar: man wolle keine Goldrand-Lösung mit kostspieligen, aber unnötigen Extras, sondern stattdessen einen einfachen Ausbau mit Straßen, die tragen.
Westfälische Nachrichten - 06.11.06
Entwässerungsplan: CDU legt detaillierten Antrag vor
Reckenfeld. Der CDU-Ortsverband Reckenfeld begrüßt die vorgesehene Umsetzung des Generalentwässerungsplans für Reckenfeld, insbesondere die Erneuerung der Regen- und Schmutzwasserkanäle in den Blöcken C und D, heißt es in einer Pressemitteilung. „Durch diese Arbeiten wird die geordnete Grundstücks- und Straßenentwässerung geschaffen, so dass Baulücken geschlossen werden und die Hinterlandbebauung ermöglicht wird“, sagt Egon Koling, CDU-Vorsitzender.
Verunsicherung
„Die mit den Kanalbauarbeiten verbundenen Straßenbauarbeiten jedoch verunsichern die betroffenen Bürger sehr, da die Höhe und der Zeitpunkt der anfallenden Kosten unbekannt sind“, bemerkt kritisch Andreas Hajek, CDU-Ratsherr und Anwohner im Block D. „Eine provisorische Wiederherstellung der Straßen, die vielfach gefordert wird, ist auf Dauer für niemanden eine zufrieden stellende Lösung. Die Folge wäre dauernde Flickschusterei an den Straßen, die zu Lasten des Grevener Haushaltes gehen. Dadurch werden andere wichtige Projekte gefährdet, wenn nicht verhindert.“
Schulterschluss
„Jetzt haben wir die Chance im engen Schulterschluss mit den betroffenen Bürgern, der Bürgerinitiative und der Verwaltung den Ausbau und die Gestaltung der Straßen zu beeinflussen. Deshalb sind wir dafür, nach Abschluss der Kanalbauarbeiten, den Straßenausbau durchzuführen.“ Die CDU-Reckenfeld hat bei der Stadt einen Antrag gestellt.
- 1. Sofortige Aufstellung eines Bebauungsplans für die Blöcke C und D, um eine für alle verbindliche und nachvollziehbare Abrechnungsgrundlage zu schaffen.
- 2. Kurzfristige Ermittlung der tatsächlichen Kosten für die Straßenbaumaßnahme und deren Offenlegung sowie Bekanntgabe eines Zeitplans für die Gesamtmaßnahmen, um Bürgern und Bürgerinitiative eine Finanzierungsplanung zu ermöglichen.
- 3. Festlegung der zukünftigen Ausgestaltung der Straßen und Klärung einer evtl. Geschwindigkeitsbegrenzung in Abstimmung mit Bürgern und Bürgerinitiative. Da die Ausgestaltung der Straßen in hohem Maße die Ausbaukosten bestimmt, fordern wir eine ehrliche und konstruktive Zusammenarbeit mit Bürgern und der Bürgerinitiative.
- 4. Großzügige Ermittlung der Kosten, die bei einer provisorischen Wiederherstellung der Befestigung nach den Kanalbauarbeiten entstehen würden. Dieser Betrag muss von den tatsächlich entstehenden Straßenbaukosten abgesetzt werden.
- 5. Den Bürgern muss die Möglichkeit geboten werden, durch Eigenleistung Kosten zu senken. Die Verwaltung wird aufgefordert, konstruktive Vorschläge zu machen.
- 6. Bürgern, die durch die Baumaßnahmen nachweislich in finanzielle Notlage geraten, soll die Stadt ein zinsloses Darlehen gewähren. Die Rückzahlungsmodalitäten müssen zumutbar und unbürokratisch gestaltet werden.
„Wir wünschen, dass die Baumaßnahmen unter Berücksichtigung der berechtigten Notwendigkeiten und Interessen durchgeführt werden können“, schreibt die CDU.
Grevener Zeitung - 22.09.06
Anwohner in die Planung einbinden
Reckenfeld - Auf großes Interesse stieß die Informationsveranstaltung zum Thema Kanalbau und Straßenausbau in den Wohngebieten C und D, zu der die UWG und das Reckenfelder Ratsmitglied Ernst Reiling kürzlich eingeladen hatten. Der Saal im Deutschen Haus war fast voll besetzt, heißt es in einer Presseinformation der UWG.
Die Bürgerinitiative und eine Vielzahl der Anwohner stehen einem Ausbau der Straßen nicht generell negativ gegenüber. Sie wollen aber frühzeitig in die Planungen eingebunden werden. Wolfgang Klaus, Vorstandsmitglieder der Bürgerinitiative, stellte klar: "Zum Nulltarif werden wir diesen Ausbau sicherlich nicht bekommen, aber wenn sie alle zusammen mit der Bürgerinitiative arbeiten, haben wir ein Druckmittel, auf dessen Basis Verhandlungen möglich sind."
Deutlich wurde, heißt es von Seiten der UWG, dass sich bisher offensichtlich in der Politik niemand für die Probleme in den beiden Wohngebieten interessiert hat. So stellte das BI-Vorstandsmitglied Jürgen Reckert klar: "Wir haben dauerhaft Gespräche mit Politikern geführt, doch kaum einer interessiert sich für die Belange Reckenfelds." Gefordert wurde eine grundlegende Untersuchung der tatsächlichen Substanz der Straßen auf Frostschutz und Stabilität.
Gegen die 90-prozentige Kostenbeteiligung für den Straßenausbau wollen sich die Anwohner weiter wehren. Mit einer schlagkräftigen Bürgerinitiative ist zu rechnen, heißt es abschließend.
Grevener Zeitung - 16.09.06